KI-Schulung aus dem laufenden Betrieb
Ich unterrichte nicht, was in Kursunterlagen steht, sondern was ich selbst betreibe: sechs Portale, deren Redaktion, Datenpflege und Korrespondenz über Agenten laufen. Was daran funktioniert und was regelmäßig schiefgeht, ist der Stoff.
Der Unterschied ist der eigene Betrieb
Die meisten Angebote zu diesem Thema stammen von Leuten, die darüber lesen. Ich habe die Umstellung an den eigenen Systemen durchgezogen, bevor ich sie jemandem verkaufe — mit allem, was dabei danebengegangen ist.
Das ändert den Unterricht an einer Stelle, die zählt: Die Beispiele sind echt, die Fehlschläge auch, und auf die Frage „und wenn es dann doch Unsinn schreibt" gibt es eine Antwort aus der Praxis statt eine aus dem Prospekt.
Vier Bausteine, die auch nächstes Jahr gelten
Was ein Modell kann und woran es scheitert
Am gleichen Tag dieselbe Frage zweimal verschieden beantwortet — warum das so ist, wann es egal ist und wann es teuer wird. Ohne diese Unterscheidung entstehen entweder Angst oder blindes Vertrauen, und beides kostet.
Arbeit beschreiben statt Prompts sammeln
Die Sammlung guter Prompts veraltet mit dem nächsten Modell. Was bleibt, ist die Fähigkeit, eine wiederkehrende Aufgabe so aufzuschreiben, dass eine Maschine sie ausführen und ein Mensch das Ergebnis prüfen kann.
Wo der Mensch lesen muss
Die wichtigste Entscheidung ist nicht, was automatisiert wird, sondern wo die Freigabe sitzt. Wir gehen Ihre eigenen Abläufe durch und ziehen die Linie an konkreten Vorgängen — nicht an Beispielen aus einer Folie.
Grenzen, die vor dem ersten Versuch stehen
Welche Daten dürfen überhaupt hinein, was heißt das für Kundendaten und Personalakten, und welche Zusage darf ein Entwurf nicht enthalten. Ordnung schaffen, bevor jemand improvisiert.
Drei Zuschnitte, je nach Anlass
Überblick
ein halber Tag
Eine gemeinsame Grundlage: was die Werkzeuge leisten, was sie nicht leisten, und welche Arbeit im Haus dafür überhaupt in Frage kommt.
Das ganze Team, auch ohne Technikbezug
Werkstatt
ein Tag
Wir nehmen einen echten Ablauf aus Ihrem Haus und arbeiten ihn durch, bis er läuft. Am Ende steht kein Konzept, sondern ein Vorgang, den die Abteilung selbst weiterführt.
Die Abteilung mit dem konkreten Vorgang
Begleitung
wiederkehrend
Feste Termine über einige Wochen, an denen offene Fälle besprochen werden. Der Punkt, an dem Einführungen sonst versanden, hat dann einen Ort.
Die Leute, die es danach betreiben
Platzhalter, max. 400 Zeichen: Tagessatz oder Pauschale je Format, Teilnehmerzahl, Anfahrt. Preise werden nicht erfunden.
- Kein Zertifikat — ich stelle keins aus, und keins von den üblichen ist etwas wert
- Keine Werkzeugschau mit dreißig Produkten, von denen Sie eins brauchen
- Keine Rechtsberatung: Datenschutz und Mitbestimmung gehören zu Ihren Fachleuten
- Keine Zusage, dass hinterher Stellen wegfallen — wer das verspricht, kennt Ihr Haus nicht
Was zuerst gefragt wird
Unsere Leute haben sehr unterschiedliche Vorkenntnisse.
Das ist der Regelfall und kein Problem für den Überblick — der setzt nichts voraus. Für die Werkstatt ist es sinnvoller, nach Abteilung zu teilen als nach Kenntnisstand: Gearbeitet wird am eigenen Vorgang, und den kennt jeder in seinem Bereich.
Dürfen wir im Kurs mit echten Daten arbeiten?
Nur nach Ihrer Freigabe und nur mit dem, was Ihre Vorgaben hergeben. Wo das nicht geht, arbeiten wir mit einem nachgebauten Fall aus Ihrem Haus — die Übung bleibt dieselbe.
Brauchen wir vorher bestimmte Software?
Für den Überblick nichts. Für die Werkstatt genügt ein Zugang zu einem der gängigen Modelle; welcher, klären wir vorher in einer Viertelstunde.
Und wenn wir danach weitermachen wollen?
Dann ist der nächste Schritt keine zweite Schulung, sondern die Werkzeugschicht auf Ihre Systeme. Wie das aussieht, steht auf der Seite zu den MCP-Servern.
Wenn nach der Schulung feststeht, welche Arbeit eine Maschine übernehmen soll, ist der nächste Schritt der Aufbau der Werkzeugschicht.